Nicht immer stillhalten

Üblicherweise hält man seine Kamera während des Fotografierens still. Manchmal sogar so still, dass man sie nicht nur auf ein Stativ setzt, sondern zusätzlich noch die 2-Sekunden-Spiegelvorauslösung einschaltet oder einen Fernauslöser per Draht oder App benutzt, um selbst die geringste Erschütterung zu vermeiden, die das Schärfeergebnis trüben könnte.

Es geht aber auch andersherum: Die Kamera während des Fotografierens bewusst bewegen! Im nachfolgenden Beispiel wurde nicht die Kamera insgesamt, sondern nur das Zoom-Objektiv bewegt. Allerdings wird mir der Abend in New York, an dem ich die beiden Fotos gemacht habe, immer in schmerzlicher Erinnerung bleiben. Am Zielort angekommen, musste ich feststellen, dass ich aus unerfindlichen Gründen zwar das Stativ und die Kamera mitgenommen hatte, aber die Stativplatte im Quartier liegengeblieben war. Nie wieder passiert mir das! Der Weg zurück war zu weit, also musste ich irgendwie improvisieren. Darum sind die Fotos nicht das, was sie sein könnten, reichen aber als Demo für diesen Zweck aus.

Es kommt bei solch einem „explosiven“ Foto darauf an, die geeignete Belichtungszeit mit einer raschen Drehbewegung am Zoom-Objektiv zu kombinieren. Für solche Fotos eignen sich stillstehende Objekte logischerweise am besten. Beide Fotos wurden mit denselben Einstellungen vorgenommen: Canon 7D, 0,5 sek, f/5.6, ISO 1600, EF-S 17-55, 2.8, IS USM

Auferstehung

Felsengrab
Ein antikes Felsengrab in Israel, wie es in der Auferstehungsgeschichte des Neuen Testaments beschrieben wird (Foto: mm / Canon EOS 7D, 1/1000 sek, f/4.5, ISO 100, EF-S 17-55 F/2.8 IS USM, 55mm)

Ostersonntag – Erinnerung an die Auferstehung Christi. Die ist wahrscheinlicher als viele denken, denn es gibt ernstzunehmende Hinweise für deren Realität. Die Leute damals waren in diesen Fragen ebenso skeptisch wie wir heute. Wenn z.B. die Jünger von Jesus von vornherein an seine Auferstehung geglaubt hätten, hätten sie sich am Ostermorgen nicht mit Salben für den Leichnam, sondern mit Palmzweigen und Gesängen zum Grab begeben, den spottenden Wachen zum Trotz. Aber die Geschichte lief ganz anders – siehe mein Video, auch mit Aufnahmen aus Jerusalem.

Handykamera – welche Seite benutzen?

Wenn man seine „richtige“ Kamera schon nicht mit hat, sondern auf das Handy zurückgreift, ist es gut zu wissen, was jede der beiden Kameras am Handy kann. Üblicherweise haben die Smartphones zwei Kameras an Bord – eine, die sich auf der Rückseite befindet und eine, die sich praktisch auf – oder meist oberhalb von – dem Display befindet. Sind beide gleich gut?

Leider nicht. Die Hersteller sparen, wo sie können, so auch hier. Wer jedoch für seine Fotos die bestmögliche Qualität aus seinem Handy herausholen will, klärt ab, welche Kamera der beiden die bessere ist. In der Regel ist das die auf der Rückseite. Bei meinem Handy liefert die Frontseiten-Kamera (also die, mit der man meist die Selfies macht) eine Auflösung von 7 Megapixel, während die auf der Rückseite mit stolzen 12 Megapixel fotografieren kann. Beides ist allerhand, wenn man es mit älteren Kameras vergleicht. Meine erste digitale Spiegelreflexkamera war eine Olympus E-1. Ich habe sie 2004 gekauft. Sie brachte es nur auf knapp 5 Megapixel, während meine aktuelle spiegellose Systemkamera, die Canon EOS R 5, mit 45 Megapixel pro Bild daherkommt.

Die Unterschiede sind also groß, wobei man nicht vergessen sollte, dass für den „normalen“ Gebrauch, d.h. Familienfotos, Selfies usw., die Auflösung der meisten aktuellen Handys mehr als ausreichend ist. Wer jedoch sein Foto in der Nachbearbeitung geraderücken, beschneiden oder vielleicht nur einen Teil ausschneiden möchte, kommt schnell an die Grenzen, wenn die Auflösung zu gering ist. Darum lohnt ein Blick in das Datenblatt des Handys, um zu wissen, was man von welcher Kamera erwarten kann. Auch die Videofähigkeiten der beiden Handy-Kameras können sich unterscheiden, aber das wäre noch einmal ein ganz anders Thema. Und was für das Handy gilt, gilt im Prinzip auch für ein iPad oder ähnliches Gerät.

Ein Handy-Foto (Foto: Matthias Müller)