Handykamera – welche Seite benutzen?

Wenn man seine „richtige“ Kamera schon nicht mit hat, sondern auf das Handy zurückgreift, ist es gut zu wissen, was jede der beiden Kameras am Handy kann. Üblicherweise haben die Smartphones zwei Kameras an Bord – eine, die sich auf der Rückseite befindet und eine, die sich praktisch auf – oder meist oberhalb von – dem Display befindet. Sind beide gleich gut?

Leider nicht. Die Hersteller sparen, wo sie können, so auch hier. Wer jedoch für seine Fotos die bestmögliche Qualität aus seinem Handy herausholen will, klärt ab, welche Kamera der beiden die bessere ist. In der Regel ist das die auf der Rückseite. Bei meinem Handy liefert die Frontseiten-Kamera (also die, mit der man meist die Selfies macht) eine Auflösung von 7 Megapixel, während die auf der Rückseite mit stolzen 12 Megapixel fotografieren kann. Beides ist allerhand, wenn man es mit älteren Kameras vergleicht. Meine erste digitale Spiegelreflexkamera war eine Olympus E-1. Ich habe sie 2004 gekauft. Sie brachte es nur auf knapp 5 Megapixel, während meine aktuelle spiegellose Systemkamera, die Canon EOS R 5, mit 45 Megapixel pro Bild daherkommt.

Die Unterschiede sind also groß, wobei man nicht vergessen sollte, dass für den „normalen“ Gebrauch, d.h. Familienfotos, Selfies usw., die Auflösung der meisten aktuellen Handys mehr als ausreichend ist. Wer jedoch sein Foto in der Nachbearbeitung geraderücken, beschneiden oder vielleicht nur einen Teil ausschneiden möchte, kommt schnell an die Grenzen, wenn die Auflösung zu gering ist. Darum lohnt ein Blick in das Datenblatt des Handys, um zu wissen, was man von welcher Kamera erwarten kann. Auch die Videofähigkeiten der beiden Handy-Kameras können sich unterscheiden, aber das wäre noch einmal ein ganz anders Thema. Und was für das Handy gilt, gilt im Prinzip auch für ein iPad oder ähnliches Gerät.

Ein Handy-Foto (Foto: Matthias Müller)