Nicht immer stillhalten

Üblicherweise hält man seine Kamera während des Fotografierens still. Manchmal sogar so still, dass man sie nicht nur auf ein Stativ setzt, sondern zusätzlich noch die 2-Sekunden-Spiegelvorauslösung einschaltet oder einen Fernauslöser per Draht oder App benutzt, um selbst die geringste Erschütterung zu vermeiden, die das Schärfeergebnis trüben könnte.

Es geht aber auch andersherum: Die Kamera während des Fotografierens bewusst bewegen! Im nachfolgenden Beispiel wurde nicht die Kamera insgesamt, sondern nur das Zoom-Objektiv bewegt. Allerdings wird mir der Abend in New York, an dem ich die beiden Fotos gemacht habe, immer in schmerzlicher Erinnerung bleiben. Am Zielort angekommen, musste ich feststellen, dass ich aus unerfindlichen Gründen zwar das Stativ und die Kamera mitgenommen hatte, aber die Stativplatte im Quartier liegengeblieben war. Nie wieder passiert mir das! Der Weg zurück war zu weit, also musste ich irgendwie improvisieren. Darum sind die Fotos nicht das, was sie sein könnten, reichen aber als Demo für diesen Zweck aus.

Es kommt bei solch einem „explosiven“ Foto darauf an, die geeignete Belichtungszeit mit einer raschen Drehbewegung am Zoom-Objektiv zu kombinieren. Für solche Fotos eignen sich stillstehende Objekte logischerweise am besten. Beide Fotos wurden mit denselben Einstellungen vorgenommen: Canon 7D, 0,5 sek, f/5.6, ISO 1600, EF-S 17-55, 2.8, IS USM