Wolkenkuckucksheim

Bei aller Schönheit und allen interessanten Motiven, die man beim Spaziergang, Ausflug oder auf einer Dienstreise findet, lohnt sich doch auch gelegentlich der Blick nach oben. Je nach Wetter beschert uns der Himmel mitunter dramatische, beeindruckende Phänomene aus gasförmigem Wasser, die wir Wolken nennen.

Dieser wechselnde Aggregatzustand des Wassers ist schon ein Wunder an sich, denn vor kurzem noch drohte das Restwasser in gefrorenem Zustand meine Regentonne zu sprengen, jetzt hingegen schwebt es federleicht am Himmel oder wirft mit Graupelkörnern nach mir. Kurz: Es lohnt sich, auch die Wolken mit in den Fokus zu nehmen, wobei es oft nützlich ist, auch den Vordergrund mit einzubeziehen, entweder als weite Fläche wie in dem Foto oben (St. Peter Ording) oder auch Bäume, Berge, Häuser, die helfen die gewaltigen Himmelsdimensionen zu illustrieren. Viel Spaß also beim Blick nach oben!

Die Masse macht’s

So schön es ist, sich bei einem Foto auf ein Element zu konzentrieren, das die volle Aufmerksamkeit verdient, kann auch gerade das Gegenteil reizvoll sein. Viele Motive bieten sich dafür an. Es kann die mit Blüten übersäte Frühlingswiese sein, aber auch die dichtstehenden Windräder oder der auffliegende Schwarm von Weißwangengänsen, wie in den beiden Fotos unten zu sehen. Man muss es nur schaffen, das Ganze einigermaßen einzufangen, denn auch hier gilt: unser menschliches Auge ist durch die Zusammenarbeit mit dem Gehirn in der Lage, das Bild viel umfänglicher zu erfassen als die Linse unserer Kamera. Darum sind wir manchmal enttäuscht, wenn wir Fotos von Situationen anschauen, die wir miterlebt und ganz anders in Erinnerung hatten.

Insofern ist es gerade bei solchen Motiven wichtig, wenigstens ab und zu einen Kontrollblick auf das Display zu werfen, um zu sehen, ob wir mit dem Foto unserer subjektiven Wahrnehmung wenigstens einigermaßen nahekommen.