Welches ist die beste Kamera?

Spiegelung vor Pellworm
Spiegelung vor Pellworm, Schleswig-Holstein | Canon EOS M50, 1/400 sek, f/ 8.0, ISO 100, EF-M 15-45, 16mm

In diesen Wochen ist zumindest in der „oberen“ Klasse von Kameras eine Art Revolution im Gange. Der von manchen als „schlafender Riese“ bezeichnete Hersteller Canon „wacht auf“ und hält seit Monaten mit Ankündigungen die interessierte Öffentlichkeit in Spannung. Jetzt tauchen erste Fotos und Videos mit den neuen spiegellosen Vollformatern von Canon auf. Prompt meldet sich Konkurrent Sony mit der lange erwarteten A7 SIII zurück, auch LEICA meldet eine neue Kamera usw.

Aber völlig egal, welche Abbildungsschärfe und welches Rauschverhalten die neuen Kameras haben – es bleibt bei der alten Regel: Die beste Kamera ist die, die man mit hat. Und da kommt es nicht in erster Linie auf die schnelle Bildfolge oder die Zoomleistung des Objektivs an, sondern schlichtweg auf das Vorhandensein. Ich kann von der schönsten Kamera träumen oder das Technikwunder sogar besitzen – solange ich sie nicht dabei habe, werde ich kein Foto machen können.

Und natürlich braucht es auch wenig Geschick, Gespür für den Moment, Verständnis für Bildgestaltung – selbst für Fotos mit dem Handy. Denn in gewissen Grenzen halten auch Handys mit „echten“ Kameras durchaus mit – zum Leidwesen der Kamerahersteller. Für uns als Anwender bleibt der einfache Appell: Mit wachen Augen durchs Leben gehen, die wertvollen fotografisch Momente festhalten und sich dran freuen.

Schreibe einen Kommentar