Nächster Treff für die Fotogruppe 2020

Der nächste Treff für die offene Fotogruppe findet am 22. Januar 2020 statt, wie immer in den Räumlichkeiten der Adventgemeinde Heide, Rüsdorfer Straße 19, Beginn 19:00 Uhr. Wer möchte, kann zwei Fotos seiner Wahl, die nicht älter als acht Wochen sein dürfen, zu Auswertung mitbringen. Eins davon sollte sich wegen der runden Jahreszahl 2020 mit dem Thema „rund“ beschäftigen. Das ist doch mal eine Aufgabe! 🙂 Neueinsteiger sind willkommen.

Aller Voraussicht nach wird am 29. Januar auch ein neuer Fotokurs starten.

Heute schon geblitzt? (2)

Blitzen bei hellem Sonnenlicht? Welchen Sinn soll das haben?

Die Antwort ist einfach: Man kann mit einem Aufhellblitz einen Gegenstand oder eine Person auch im vollen Gegenlicht sichtbar machen bzw. ausleuchten. Der Vorteil bei Personenfotos: Sie müssen nicht gegen die Sonne blinzeln. Daher kann man, wenn es denn einmal nötig sein sollte, auch zu ungünstigen Tageszeiten wie um die Mittagszeit immer noch Personenfotos machen, ohne dass alle mit verkniffenen Augen in Richtung Kamera schauen, weil sie zugleich in Richtung Sonne blicken müssen. Wie das Blinzeln vermeiden? Man stellt die Menschen so, dass sie die Sonne im Rücken haben! Aber: Ohne Blitz wären die Gesichter im Schatten. Kleines Indoor-Beispiel:

Das erste Foto ist ohne Blitz aufgenommen, aber mit einer kräftigen LED-Leuchte als Sonnenersatz hinterleuchtet. Wenn die Pomelo eine Person wäre, könnte man das Gesicht nicht gut erkennen. Das Licht hinter der Frucht macht die Konturen erkennbar, mehr aber nicht. Das wäre mit einer Situation vergleichbar, wo jemand im völligen Gegenlicht steht, d.h. die Sonne hinter sich hat.

Pomelo im Gegenlicht
Canon EOS M 50, 1/160 sek, f 4.5, ISO 100, ohne Blitz

Das erste Foto ist ohne Blitz aufgenommen, aber mit einer kräftigen LED-Leuchte hinterleuchtet. Wenn die Pomelo eine Person wäre, könnte man das Gesicht nicht gut erkennen. Das Licht hinter der Frucht macht die Konturen erkennbar, mehr aber nicht. Das wäre mit einer Situation vergleichbar, wo jemand im völligen Gegenlicht steht, d.h. die Sonne hinter sich hat.

Pomelo mit Gesicht aufgemalt
Canon EOS M 50, 1/160 sek, f 4.5, ISO 100, mit Einbaublitz auf E-TTL, gedämpft auf -1 2/3

Für das zweite Foto wurde der Einbaublitz der kleinen EOS M 50 hinzugeschaltet, allerdings die Leuchtstärke des Blitzes auf 1 2/3 abgesenkt. Dadurch ist jetzt das „Gesicht“ gut zu erkennen und man hat außerdem durch die Hinterleuchtung auch noch Tiefe im Bild gewonnen.

Heute schon geblitzt? (1)

Die Überschrift habe ich vom Titel des gleichnamigen Buches von Dirk Wächter entliehen, das wertvolle Hinweise zum praktischen Umgang mit dem Blitz enthält. Im Alltag kommt man mit E-TTL (evaluation through the lens), d.h. der Blitzautomatik, im Grunde gut zurecht. Vorbei sind die Zeiten, wo man noch mit Leitzahl und Blende den Abstand berechnen musste, in dem der Blitz optimal wirkt. Der Digitalisierung sei Dank.

Dennoch passiert es, dass man beim Blitzen mit Automatik das Motiv „totblitzt“, d.h. die Stimmung entfernt, weil Kamera und Blitz rein rechnerisch vorgehen und einfach nur dafür sorgen, dass es ein gut ausgeleuchtetes Bild gibt. Was aber, wenn man eine Stimmung bewahren will?

Die beiden angefügten Bilder sind mit der kleinen Canon EOS M50 und deren eingebautem Blitz gemacht. Beide sind quasi unbearbeitet belassen, so wie sie aus der Kamera kommen. Lediglich beim Export vom komprimierten RAW (CR3) ins jpg-Format wurde minimal geschärft. Unschwer erkennt man beim ersten Foto (1), dass zwar „alles drauf“ und gut zu sehen ist, aber Stimmung hat das Bild nicht. Dabei wird das Aquarium mit der kleinen Muschelsammlung genauso mit einer LED-Lampe hinterleuchtet wie das zweite Foto. Das zweite Foto (2) wirkt im Vergleich zum ersten zwar dunkel, hat aber den Charme, dass man die Hinterleuchtung ahnt (siehe den Leuchtrahmen durch die Glaswand des Aquariums) und auch zwei Muscheln durchleuchtet sind, was bei Foto 1 völlig weggeblitzt ist.

Auch bei einer so kleinen Kamera wie der M50 gibt es im Blitzmenü Einstellungen, die erlauben, den Vollautomatikmodus zu verlassen und z.B. die Blitzstärke und Belichtungszeit anzupassen. Man könnte besonders bei Foto 2 in der Nachbearbeitung noch einiges erreichen, aber in diesem Fall ging es nur im Demonstration des Unterschiedes zwischen Automatikblitz und manuellen Einstellungen. Dieser Vergleich soll die Automatik nicht schlechtmachen, denn sie ist enorm hilfreich bei Situationen, in denen man entweder keine Zeit zum Einstellen hat oder die Lichtverhältnisse weniger kritisch sind wie bei dieser stimmungsvollen Hinterleuchtungs-Situation. Also: Heute schon geblitzt?

Bild 1: Canon EOS M50, 1/200 sek., f 8.0, ISO 100, Blitzautomatik
Bild 2: Canon EOS M50, 1/30 sek., f 8, ISO 100, Blitzkorrektur minus- 1 2/3

Jahreszeiten

Parkbank im Herbst

Man kann es sich nicht aussuchen – die Jahreszeiten kommen und gehen. Was bedeutet das für Menschen, die gern fotografieren? Auf keinen Fall heißt es, die Kamera wegzupacken, wenn trübe Tage kommen. Jetzt ist gerade Herbst. Es gibt wenig Sonne, die Tage sind kurz, die Natur scheint auf dem Rückzug.

Dabei sind es gerade die trüben Tage, die Farben aufleuchten lassen, man mag es nicht glauben! Außerdem sorgt der bedeckte Himmel für wunderschön diffuses Licht. Es gibt keine harten Schatten, denen man ausweichen müsste. Jetzt ist Zeit für Stimmungsbilder. Das Laub, der Nebel, die Reste von Blüten, glitzernde Regentropfen… Herbstzeit – Fotozeit. Auf geht’s!

Schärfentiefe – ja und nein

Episyrphus balteatus – Gemeine Winter-Schwebfliege | Typisches Problem bei Makros: Was soll scharf sein? | Foto: Matthias Müller)

Im Allgemeinen ist es bei Fotos wünschenswert, dass das Hauptobjekt auf dem Foto scharf dargestellt wird und der Rest in einer weichen Unschärfe versinkt. Dieser Effekt wird gern als „Bokeh“ bezeichnet und wird mit der richtigen Wahl der Blende begünstigt. Das trifft insbesondere auf Porträts zu. Hier liegt besonderes Augenmerk auf – genau – den Augen. Denn wir Menschen nehmen Kontakt über die Augen auf und die sollten daher bei einem Porträt nicht unscharf sein. Kamerahersteller haben darauf reagiert und seit einiger Zeit zunächst mit automatischer Gesichts- und später mit Augenerkennung, zuletzt sogar bei Tieren (Sony), technische Voraussetzungen dafür geschaffen, dass bei Menschen- bzw. Tierfotos die Augen möglichst scharf abgebildet werden. Wo dieses „feature“ nicht gleich von Anfang dabei war, haben es die Hersteller – jüngst auch Canon – für die neueren Modelle per Firmware-Update nachgeliefert. Insofern ist es sinnvoll, seine Kamerafirmware nach Möglichkeit up-to-date zu halten. Firmware ist die grundlegende Software, die die Kamera steuert und gleich von Hause aus von der „Firma“ mitgeliefert wird.

Allerdings ist dieser Bokeh-Effekt bei einer anderen Sorte von Fotos eher unerwünscht. Aber gerade da tritt er – physikalisch bedingt – geradezu automatisch auf: bei der Makrofotografie. Hier möchte man die meist kleinen Objekte möglichst in knackiger Schärfe ganz abbilden und nicht nur den vorderen Teil. Um das zu schaffen, gibt es eine Reihe von Hilfsmitteln. Kameraseitig wäre ein einstellbares „Fokus-Stacking“ hilfreich, was aber nicht viele Kameras mitbringen. Hier macht die Kameras – ähnlich wie bei HDR-Aufnahmen – automatisch mehrere Fotos, wo jedoch nicht die Belichtung wie bei HDR, sondern die Schärfe in kleinen Schritten verschoben wird. Anschließend werden diese Fotos mit entsprechender Software miteinander verrechnet, so dass eine große Schärfentiefe-Wirkung erzielt werden kann. Der gleiche Effekt, nur etwas mühsamer, weil manuelle, kann auch mithilfe von fein justierbaren Schiebeschienen erreicht werden. Über all dies und weitere Hilfsmittel geht es am nächsten Abend in der offenen Fotogruppe. Neue Teilnehmer sind willkommen! Die Teilnahme ist kostenlos. (Räumlichkeiten der Adventgemeinde Heide, Rüsdorfer Str. 19, Mittwoch, 16. Oktober, 19:00 Uhr)

Fotogruppe gestartet

Am 18. September traf sich die offene Fotogruppe in den Räumen der Adventgemeinde zum ersten Mal. Alle Teilnehmer hatten Sommerfotos mitgebracht. Der Hauptteil des Abends bestand aus der gemeinsamen Besprechung der Fotos. Ein Teilnehmer sagte: „Man lernt sehr viel dabei, wenn man die Fotos der anderen sieht und sie gemeinsam ausgewertet werden.“
Der fotopraktische Teil des Abends war einem verblüffenden Farbspiel anhand eines einfachen Wasserglases gewidmet.
Der nächste Abend findet am 16. Oktober statt, thematisch soll es nach dem Willen der Gruppe um erste Schritte in der Makrofotografie gehen.

Fotointeressenten sind willkommen!

Distelfalter auf Sommerflieder (c) Matthias Müller
Distelfalter auf Sommerflieder (c) Matthias Müller

Newsletter freigeschaltet

Ab sofort können Interessenten sich für den Newsletter auf dieser Seite anmelden, der monatlich Beiträge zum Fotografieren und Filmen bringt sowie Informationen, die die Fotogruppe erreichen sollen, die sich ab September 2019 in der Rüsdorfer Straße 19 in den Räumen der dortigen Adventgemeinde zum Erfahrungsaustausch und Fachsimpeln trifft.

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